Kalibrierdienst Klasmeier
Kalibrierlaboratorium für Normale in der Temperatur
Übersicht:
Kalibrierdienst - Alterung
Kalibrierdienst - Arbeitsnormalthermometer
Kalibrierdienst - Blockkalibratoren
Kalibrierdienst - DKD
Kalibrierdienst - DKD Beschreibung
Kalibrierdienst - Eigenerwärmung
Kalibrierdienst - Kalibrierergebnis
Kalibrierdienst - Fixpunktnormale
Kalibrierdienst - Home Seite
Kalibrierdienst - Indexseite
Kalibrierdienst - ISO Kalibrierungen
Kalibrierdienst - Kalibrierdienst Beschreibung
Kalibrierdienst - Kontakt
Kalibrierdienst - Anfrage
Kalibrierdienst - Labor
Kalibrierdienst - Laborausstattung
Kalibrierdienst - Normalthermometer
Kalibrierdienst - Prozesskalibratoren
Kalibrierdienst - Rückführung
Kalibrierdienst - Temperaturfixpunkte
Kalibrierdienst - Thermoelemente
Kalibrierdienst - UKAS
Beschreibung Kalibrierdienst:
Das Überwachen der verwendeten Prüfmittel ist eine wichtige
Qualitätssicherungsmaßnahme, sowohl im Rahmen industrieller Produktionsprozesse
als auch beim Betreiben von Prüflaboratorien, die auf dem Gebiet der
Produktzertifizierung tätig sind. Anforderungen an die Prüfmittelüberwachung
sind für beide Bereiche in einschlägigen Normen festgelegt. Hohe
Qualitätsanforderungen an ein Produkt bedingen ein adäquates Qualitätsmanagement
System. Anforderungen an solche Systeme sind z.B. in den internationalen Normen
der Reihe DIN ISO EN 9000 oder europäisch EN 29000 festgelegt.
Diese Normen enthalten als ein wesentliches Element die
„PRÜFMITTELÜBERWACHUNG“. Diese Prüfmittelüberwachung soll gewährleisten, dass in
allen Produktionsprozessen „richtig“ gemessen wird. Dazu müssen alle Prüfmittel
regelmäßig kalibriert und auf nationale Normale rückgeführt werden. Dabei
bedeutet Kalibrieren das Feststellen und Dokumentieren einer Abweichung der
Anzeige eines Messwertes (oder des angegebenen Wertes einer Maßverkörperung) vom
richtigen Wert (DKD-4). Die Rückführung oder Traceability beschreibt den Vorgang
mit dem der von einem Messgerät dargestellte Wert über einen oder mehrere
Schritte mit dem nationalen Normal für die betreffende Messgröße verglichen
werden kann. Es wird also ein Temperaturerfassungssystem mit einem Normal
verglichen, dessen Messabweichung zuvor seinerseits durch Kalibrieren mit einem
höherrangigen Normal ermittelt wurde. So entsteht eine Kalibrier-Hierarchie:
Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) entwickelt und bewahrt die
nationalen Normale oder Primärnormale. Kalibrierlaboratorien des Deutschen
Kalibrierdienstes (DKD) verfügen über Sekundärnormale, die unmittelbar oder
mittelbar an die nationalen Normale angeschlossen sind.
DKD-Kalibrierlaboratorien können mit ihren Bezugsnormalen die Einrichtungen
kalibrieren, die als Arbeitsnormale dann zum Kalibrieren von Prüfmitteln des
Unternehmens in innerbetrieblichen Kalibrierlabors oder Durchführen von
Messungen im Rahmen der Prüfungstätigkeit von Prüflabors.
Wozu Kalibrieren und Rückführen
In Unternehmen entsteht die Notwendigkeit der konsequenten Rückführung von
Prüfmitteln auf nationale Normale und des Kalibrierens aus der zunehmenden
nationalen und internationalen Arbeitsteilung und der damit verbundenen
Forderung nach Austauschbarkeit von Teilprodukten: Zulieferunternehmen, die
Produkte herstellen, und Abnehmer, die diese mit anderen Teilen montieren,
müssen mit dem „gleichen Maß“ messen.
Zu den technischen Gründen kommen jedoch auch juristische Gesichtpunkte.
Einschlägige Gesetze und Vorschriften sind ebenso zu beachten, wie die
vertraglichen Vereinbarungen gegenüber dem Käufer des Produktes (Gewährleistung
für die Qualität des Produktes) und die Verpflichtung, nur Produkte in den
Verkehr zu bringen, deren Sicherheit bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht durch
Fehler beeinträchtigt ist (Produkthaftung).
Soweit verbindliche Forderungen zur Genauigkeit von Prüfmitteln vereinbart
werden, bedeutet ein Nichterfüllen dieser Forderungen das Fehlen einer
zugesicherten Eigenschaft mit beträchtlichen Haftungsfolgen. Der Nachweis der
Auswahl adäquater Prüfmittel und ihrer einwandfreien Funktion bei der
Produktüberwachung im Rahmen der Produzentenhaftung ist von großer Bedeutung,
weil eine systematische und vollständig dokumentierte Prüfmittelüberwachung in
Verbindung mit dem lückenlosen Nachweis des zweckentsprechenden Einsatzes diese
Prüfmittel für einen gegebenenfalls erforderlichen Belastungsnachweis
unerlässlich ist. Für das Betreiben von Prüflaboratorien gibt es ähnliche
technische und rechtliche Gründe für die konsequente Prüfmittelüberwachung.
DKD-Kalibrierlaboratorien sind verpflichtet, auf Antrag auch Kalibrierungen für
Dritte auszuführen, z.B. für Firmen, die nicht über Messräume mit den
entsprechenden Einrichtungen verfügen, und für staatliche und private
Prüflaboratorien, die im Rahmen der Produktzertifizierung tätig sind.
Soll ein DKD-Kalibrierlaboratorium mit einer bestimmten Kalibrieraufgabe
beauftragt werden, so ist vom Auftraggeber darauf zu achten, dass die
realisierte Messunsicherheit für den vorgesehenen Einsatz des zu kalibrierenden
Messgerätes hinreichend klein ist. Die Kalibrierergebnisse werden in einem
DKD-Kalibrierschein (Zertifikat) dokumentiert.
Über die Mitarbeit des DKD in der European Co-operation for Accreditation
(EA) wird sichergestellt, dass die vom DKD und von anderen Kalibrierdiensten
ausgegebenen Kalibrierscheine einander gleichwertig sind. Zum Nachweis der
Gleichwertigkeit beteiligen sich DKD-Laboratorien z. B. regelmäßig an
internationalen Vergleichsmessungen (RINGVERGLEICHE). In einer multilateralen
Vereinbarung haben sich die Kalibrierdienste von derzeit zehn europäischen
Ländern zur gegenseitigen Anerkennung ihrer Kalibrierscheine verpflichtet.
Eichbehörden der Bundesländer unterliegen nicht der Akkreditierung und
Überwachung durch die PTB.
Ihre Bezugsnormale sind jedoch ebenfalls an die nationalen Normale
angeschlossen, und ihre technische Kompetenz für die Eichung von Messgeräten ist
sichergestellt. Auch Eichscheine gelten daher als Nachweis für die Rückführung
von Messergebnissen auf nationale Normale und sind in dieser Hinsicht
DKD-Kalibrierscheinen äquivalent.
Gültigkeitsdauer der Kalibrierung
Im Kalibrierschein wird das Messergebnis unter den definierten
Referenzbedingungen bei der Kalibrierung dokumentiert. Unter anderen Bedingungen
oder bei besonders extremen Einsätzen kann das Messergebnis durchaus von der
Kalibrierung abweichende Ergebnisse zeigen. Der Anwendungsfall und die
Einsatzbedingungen bestimmen die Rekalibrierungsfristen. Es ist deshalb nicht
üblich, im Kalibrierzertifikat eine Gültigkeitsdauer anzugeben. Es ist
sinnvollerweise üblich, die Wiederholung der Rekalibrierung mit dem Anwender
festzulegen. Auf Grund der langjährigen Erfahrung des Klasmeier-Kalibrierlabors,
empfehlen wir eine jährliche Rekalibrierung.
Kalibriermethoden
Vor der Kalibrierung wird eine Überprüfung der Kalibrierfähigkeit
durchgeführt. Für die meisten Prüflinge liegen entsprechende
Untersuchungsberichte vor, die die Kalibrierfähigkeit dokumentieren. Für andere
Produkte müssen entsprechende Untersuchungen durchgeführt werden. Kalibriert
wird nach den entsprechenden Richtlinien des DKD.